Gartenzaun für Selbstversorger: Welche Zaunarten Beete und Hochbeete wirklich schützen

[Advertorial] Wer Gemüse selbst anbaut, teilt die Ernte oft unfreiwillig. Über Nacht ist der Salat angefressen, Möhren verschwinden von unten, und die Erdbeeren tragen Pickspuren. Ein Zaun hält viele dieser Mitesser fern, allerdings nur, wenn er zu den Tieren passt, die tatsächlich im Garten unterwegs sind. Ein dekorativer Holzzaun schützt kaum vor Rehen, und ein hoher Metallzaun hilft wenig, wenn Wühlmäuse durch den Boden kommen. Die Auswahl beginnt deshalb mit einer genauen Beobachtung.

Zuerst klären, wer an die Beete geht

Fraßspuren verraten die Verursacher. Glatte, schräge Schnitte an Salat und jungen Trieben sprechen für Kaninchen, ausgefranste Blätter in größerer Höhe für Rehe. Welkende Pflanzen, deren Wurzeln fehlen, deuten auf Wühlmäuse hin. Schleimspuren gehören zu Schnecken, aufgescharrte Erde oft zu Hühnern, Katzen oder Amseln. Auch frische Trittsiegel auf lockerer Erde oder eine Wildkamera helfen bei der Zuordnung. Ein paar Tage Beobachtung, am besten in der Dämmerung, ersparen später einen Zaun, der am eigentlichen Problem vorbeigeht.

Wer auf dem Land lebt, kennt das Problem besonders gut. Wie viel Aufwand hinter einer gleichmäßigen Ernte steckt, zeigen auch die Höfe, die frischen Salat vom Bauern in der Region anbieten und ihre Kulturen ebenfalls vor Wildverbiss schützen.

Kaninchen verlangen einen Zaun, der bis in den Boden reicht

Wildkaninchen graben geschickt und passen durch erstaunlich kleine Lücken. Ein engmaschiger Drahtzaun ist deshalb die wirksamste Lösung. Entscheidend ist der untere Abschluss, denn ein Zaun, der nur auf dem Boden steht, wird einfach unterwühlt.

Wer einen Gartenzaun für den Nutzgarten plant, sollte daher ein Modell wählen, an dem sich ein Drahtgeflecht bis in den Boden fortführen lässt. Bei meingartenversand.de gibt es neben Holz-, Kunststoff-, Metall- und Aluminiumzäunen auch das passende Montagezubehör, sodass sich die sichtbare Einfriedung und der Schutz am Boden gemeinsam planen lassen.

Wie tief der Schutz reichen muss, beschreibt das Wildtierportal Baden-Württemberg in seinem Steckbrief zum Wildkaninchen. Demnach sollte der Draht mindestens 20 Zentimeter tief eingegraben werden, weil sich die Tiere sonst leicht darunter hindurcharbeiten. In der Praxis bewährt sich zusätzlich ein Streifen Geflecht, der am Fuß des Zauns nach außen umgelegt und mit Erde bedeckt wird.

Gegen Rehe hilft vor allem Höhe

Rehe springen gut und schlüpfen ebenso geschickt durch Lücken. Ein Zaun in üblicher Gartenhöhe von einem Meter hält sie selten ab, wenn im Beet junge Triebe locken. Aus der Forstpraxis ist bekannt, dass Rehen bereits eine Öffnung von etwa 50 Zentimetern unter einem angehobenen Zaun genügt. Für Gärten am Waldrand oder in offener Feldflur lohnt deshalb ein durchgehend geschlossener Zaun von rund 1,50 Metern Höhe, dessen unterer Rand straff gespannt und fest verankert ist. Wer nur die besonders gefährdeten Kulturen einzäunt, spart Material und kann den Zaun für diese kleinere Fläche entsprechend höher ausführen.

Wühlmäuse kommen von unten

Gegen Wühlmäuse hilft kein Zaun im klassischen Sinn. Wirksam ist eine Barriere im Boden aus verzinktem Drahtgeflecht oder Blech, die 20 bis 30 Zentimeter tief eingegraben wird und oben nach außen abknickt. Einzelne Pflanzen und junge Obstbäume lassen sich mit Drahtkörben schützen, deren Maschen höchstens etwa 15 Millimeter weit sind.

Der Korb wird vor dem Einpflanzen in das Pflanzloch gelegt und reicht bis knapp unter die Oberfläche. Besonders gefährdet sind Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete und Sellerie. Fällt die eigene Ernte trotz aller Vorsicht aus, lassen sich bis zur nächsten Saison Karotten vom Hof in der Nähe beziehen, die unter vergleichbaren Bedingungen gewachsen sind.

Hochbeete von unten und oben absichern

Hochbeete gelten als rückenfreundlich und bieten Schnecken weniger Angriffsfläche, schützen aber nicht vor allen Mitessern. Wühlmäuse gelangen von unten hinein, wenn der Boden offen bleibt. Vor dem Befüllen gehört deshalb ein engmaschiges, rostfreies Drahtgitter auf den Grund, das an den Seitenwänden etwa eine Handbreit hochgezogen wird, damit die Tiere nicht seitlich zwischen Boden und Holz eindringen. Gegen Vögel und Kaninchen, die niedrige Hochbeete erreichen, hilft ein aufsetzbarer Rahmen mit Netz oder Gitter, der sich zum Ernten öffnen lässt.

Hühner, Hunde und Katzen fernhalten

Freilaufende Hühner scharren Saat und Jungpflanzen in kurzer Zeit aus. Ein Zaun von etwa einem Meter Höhe reicht bei vielen Rassen, leichte Tiere können ihn aber mit etwas Anlauf überfliegen. Hunde lassen sich mit einem geschlossenen Zaun und einem Tor, das von selbst ins Schloss fällt, zuverlässig aus dem Gemüsegarten halten. Für Katzen, die frisch bearbeitete Beete als Toilette nutzen, sind engmaschige Netze direkt über der Saat wirkungsvoller als jede Einfriedung.

Schnecken und Vögel brauchen eigene Lösungen-

Schneckenzäune aus Kunststoff oder Metall haben eine nach außen abgewinkelte Kante, die Nacktschnecken nicht überwinden. Sie wirken nur, wenn innerhalb der Einfassung keine Schnecken mehr sitzen und keine Blätter über den Rand hängen. Regelmäßiges Absammeln in den Abendstunden unterstützt den Zaun vor allem in den ersten Wochen. Gegen Vögel an Erdbeeren, Johannisbeeren oder frischer Saat helfen Netze, die straff gespannt und am Boden befestigt sind, damit sich keine Tiere darin verfangen. Welche Zaunarten sich für den Nutzgarten eignen

Für Selbstversorger haben sich einige Kombinationen bewährt:

  • Maschendraht oder Knotengeflecht als günstige Lösung für große Flächen mit Kaninchen- oder Wildbesuch
  • Stabmattenzäune mit zusätzlich eingegrabenem, engmaschigem Draht für dauerhafte und stabile Einfriedungen
  • Holzzäune mit innen befestigtem Drahtgeflecht, wenn der Garten natürlich wirken soll
  • mobile Elektronetze für wechselnde Beetflächen oder Hühnerausläufe
  • Drahtkörbe und Bodengitter als Ergänzung gegen Wühlmäuse

Ein kritischer Punkt sind Tore und Durchgänge. Eine Lücke unter dem Gartentor macht die beste Einfriedung wirkungslos, deshalb gehört dort eine bodennahe Schwelle oder ein zusätzlicher Drahtstreifen hin.

Nachbarrecht beachten und den Zaun jedes Frühjahr prüfen

Vor dem Bau lohnt ein Blick in das Nachbarrechtsgesetz des jeweiligen Bundeslandes und in den Bebauungsplan der Gemeinde, denn Höhe, Grenzabstand und Material können dort geregelt sein. Liegt der Garten im Außenbereich, kann für eine größere Einfriedung zusätzlich eine Genehmigung erforderlich sein. Ist der Zaun einmal errichtet, sollte er jedes Frühjahr vollständig abgegangen werden. Durchgerostete Stellen, unterwühlte Abschnitte und Äste, die auf dem Geflecht liegen, sind die Schwachstellen, durch die Tiere zuerst wieder in den Garten finden.

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