Heidelbeeren und Blaubeeren
Heidelbeere und Blaubeere sind zwei Namen für dieselbe Frucht, regional heißt sie auch Bickbeere. Unterscheiden muss man aber zwischen zwei Arten:
Kulturheidelbeere: stammt aus Nordamerika, wächst an Sträuchern bis über zwei Meter Höhe und hat größere Früchte mit hellem Fruchtfleisch und farblosem Saft. Fast alle Heidelbeeren von Höfen und Plantagen sind Kulturheidelbeeren.
Waldheidelbeere: wächst wild in Wäldern an niedrigen Sträuchern. Die Beeren sind kleiner und innen dunkel, sie färben Finger und Zunge blau.
Wenn Ihre Heidelbeere innen hell ist, handelt es sich also um eine Kulturheidelbeere.
Heidelbeeren aus Deutschland
Der Anbau von Kulturheidelbeeren hat in Deutschland stark zugenommen. 2025 wurden auf rund 3.450 Hektar etwa 17.300 Tonnen geerntet, das sind fast 40 Prozent aller Strauchbeeren. Das wichtigste Anbauland ist Niedersachsen, danach folgt Brandenburg. Heidelbeeren brauchen saure, lockere Böden, wie es sie dort vielerorts gibt.
Saison und Selbsternte
Die Heidelbeersaison läuft von Juli bis September. Höfe, die frühe, mittlere und späte Sorten anbauen, haben über die ganze Zeit geöffnet. Weil die Beeren an einem Strauch nacheinander reifen, wird jede Reihe mehrmals abgeerntet. Viele Höfe bieten Heidelbeeren zum Selberpflücken an. Wer nach „Blaubeeren pflücken“ sucht, meint dasselbe. Bezahlt wird nach Gewicht.
Tipps für die Selbsternte:
Nur rundum blaue Beeren pflücken. Rötliche Stellen am Stielansatz bedeuten: noch nicht reif.
Die Beeren sanft mit den Fingern von der Traube rollen. Reife Beeren lösen sich leicht.
Flache Behälter verwenden und die Beeren nicht drücken.
Die weißliche Schicht auf der Schale ist ein natürlicher Wachsfilm und schützt die Frucht. Erst kurz vor dem Essen waschen.
Heidelbeeren lagern und einfrieren
Heidelbeeren halten ungewaschen und gekühlt etwa eine Woche, länger als die meisten anderen Beeren. Zum Einfrieren die Beeren einzeln auf einem Blech vorfrieren und dann in Beutel füllen, so kleben sie nicht zusammen. Eingefroren halten sie zehn bis zwölf Monate. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr kurz zu erhitzen.
Typisches Angebot
Frische Heidelbeeren in Schalen, ab Hof oder am Verkaufsstand
Heidelbeeren zum Selberpflücken
Größere Mengen zum Einfrieren oder Einkochen auf Vorbestellung
Marmelade, Saft und Heidelbeerwein, je nach Betrieb
Heidelbeersträucher für den eigenen Garten, je nach Hof
Heidelbeeren im eigenen Garten
Manche Höfe verkaufen auch Heidelbeersträucher. Kulturheidelbeeren brauchen einen sauren, lockeren und humusreichen Boden. In normaler Gartenerde wachsen sie schlecht, deshalb pflanzt man sie in Moorbeeterde oder in große Kübel. Wer zwei verschiedene Sorten pflanzt, erntet meist mehr. Fragen Sie beim Hof nach Sorten, die zu Ihrem Standort passen.
Häufige Fragen
Sind Blaubeeren und Heidelbeeren dasselbe?
Ja. Unterscheiden muss man nur zwischen Kultur- und Waldheidelbeere.
Warum ist meine Heidelbeere innen hell?
Weil es eine Kulturheidelbeere ist. Waldheidelbeeren sind innen dunkel.
Wie lange halten Heidelbeeren?
Gekühlt etwa eine Woche, eingefroren zehn bis zwölf Monate.
Wann ist Heidelbeerzeit?
Von Juli bis September, je nach Sorte und Region.
Passend dazu
Weitere Höfe zum Selberpflücken finden Sie unter Erdbeeren selber pflücken. Weitere Beeren gibt es unter Himbeeren, alle Obstsorten mit Saisonkalender unter Obst.
Angebot und Öffnungszeiten können sich ändern. Fragen Sie vor dem Besuch direkt beim Betrieb nach.