Nutztierhaltung auf dem Bauernhof: Worauf Sie vom ersten Moment an achten müssen

[Advertorial] Wenn Sie einen eigenen Bauernhof bewirtschaften und Nutztiere halten möchten, müssen Sie zu Beginn viele Maßnahmen ergreifen. Ein Stall mit Schweinen, Kühen oder auch Hühnern ist anders zu bewirtschaften als ein Heim mit einem Hund oder einer Katze, selbst wenn es nur um die Selbstversorgung geht. Wir verraten Ihnen, was Sie vorher planen und vorbereiten sollten.

Suchen Sie sich vor der Erstanschaffung einen Tierarzt für Nutztiere

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum unterliegt speziellen Regeln und erfordert spezialisierte Fachkräfte. Es reicht nicht aus, erst im akuten Notfall nach Hilfe zu suchen, da viele Kleintierärzte keine Erfahrung mit Großtieren haben.

Ein spezialisierter Nutztierarzt berät Sie zudem schon im Vorfeld zur notwendigen Seuchenvorsorge und den gesetzlichen Impfpflichten. Er kennt die regionalen Gegebenheiten und unterstützt Sie bei der Erstellung eines soliden Gesundheitsmanagements für Ihren Bestand.

Der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu einer Praxis ist essenziell, damit Sie im Ernstfall auf schnelle Hilfe zählen können. Zudem müssen Sie rechtlich sicherstellen, dass alle Behandlungen und Medikamentengaben korrekt dokumentiert werden.

Planen Sie eine artgerechte Unterbringung der Tiere

Jedes Tier hat bezüglich des benötigten Lebensraumes andere Ansprüche. Ihre Aufgabe ist es, diese vor der Anschaffung umzusetzen. Halten Sie Kühe, braucht es genug Liegefläche und Frischluft. Wenn Sie sich für Hühner entscheiden, ist ein Raum zum Scharren genauso wichtig, wie ein Rückzugsort für die Eiablage. Die Planung Ihres Stalles muss dabei nicht nur den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechen, sondern zum Wohl der Tiere darüber hinausgehen. So beugen Sie Stress und Krankheiten vor.

Eine gute Belüftung ohne Zugluft ist ebenso Pflicht, wie gut zu reinigende Flächen. Dadurch bleibt der Keimdruck niedriger und die Hygiene gelingt.

Auch die Einzäunung der Außenflächen muss stabil und sicher gegen Beutegreifer wie Füchse oder Wölfe konzipiert sein. Ein durchdachtes Stallkonzept erleichtert Ihnen zudem die täglichen Arbeitsabläufe und spart wertvolle Zeit.

Informieren Sie sich über den Bezugsort Ihrer künftigen Tiere

Der Ursprung Ihrer Tiere entscheidet maßgeblich über die Robustheit und die Gesundheit Ihres gesamten Bestandes. Kaufen Sie niemals spontan ein, sondern besichtigen Sie den Herkunftsbetrieb nach Möglichkeit persönlich. Seriöse Züchter geben Ihnen bereitwillig Auskunft über den Stammbaum und bisherige tierärztliche Untersuchungen.

Besonders bei der Integration neuer Individuen in eine bestehende Gruppe spielt der Gesundheitsstatus eine tragende Rolle. Achten Sie darauf, dass die Tiere an die klimatischen Bedingungen Ihrer Region angepasst sind und aus einer artgerechten Aufzucht stammen. Ein gesunder Start ist die wichtigste Grundlage für eine produktive und konfliktfreie Haltung auf Ihrem Hof.

Stellen Sie die Tierpflege im Alltag sicher

Für Nutztiere gibt es weder Wochenende noch Feiertage, sie wollen immer versorgt sein. Gerade wenn es um die spezifische Pflege wie das Melken oder Eiersammeln geht, braucht es zuverlässiges Personal oder Helfer, die im Krankheitsfall einspringen können.

Viele Aufgaben erfordern körperliche Fitness und eine hohe Disziplin, da Vernachlässigung sofort die Gesundheit der Tiere gefährdet. Erstellen Sie am besten feste Protokolle für die täglichen Handgriffe, damit auch Hilfskräfte genau wissen, was zu tun ist. Eine gute Organisation im Alltag sorgt für Ruhe im Stall und minimiert das Risiko von Unfällen.

Planen Sie die benötigte Futtermenge ein

Die Versorgung mit hochwertigem Futter ist einer der größten Kostenfaktoren und Planungsaspekte in der Landwirtschaft. Sie müssen genau berechnen, wie viel Heu, Silage oder Getreide Ihre Tiere über das gesamte Jahr hinweg benötigen. Wenn Sie das Futter selbst anbauen, ist eine vorausschauende Bewirtschaftung Ihrer Flächen unter Berücksichtigung von Witterungsschwankungen notwendig. Lagerräume müssen trocken und schädlingsfrei sein, damit die Qualität des Futters über die Wintermonate nicht leidet.

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